Apple Pay(ment Prozessor)

Wie Apple die Payment Branche umkrempelt und wohin die Reise gehen könnte…

In den einschlägigen Informationsquellen der Payment-Branche taucht Apple mit immer neuen Gerüchten und Bestrebungen auf, neue Payment-Dienstleistungen an den Start zu bringen („Apple benötigt bald kein Händler-Terminal mehr“) oder sogar als eigenständiges Finanzinstitut in den Markt einzusteigen („Apples Projekt „Breakout“ – auf dem Weg zur Apple-Bank?“)

 

Die Geburt und hervorragende Entwicklung von Apple Pay

Aber was heckt Apple da eigentlich aus? Und warum hat einer der größten Technologiekonzerne der heutigen Zeit nichts Besseres zu tun, als in einem der am stärksten regulierten Märkte weltweit zu versuchen, sich breit zu machen. Wir versuchen einmal die vergangenen, aktuellen und (mutmaßlich) künftigen Entwicklungen einzuordnen und sich der Frage zu nähern, wo die Payment-Reise im Hause Apple hingehen könnte.

Gestartet im November 2018 in Deutschland, hat für viele hiesige Payment-Enthusiasten mit dem Launch von Apple Pay eine neue Zeitrechnung angefangen. Getrieben von viel Hoffnung auf einen Domino-Effekt, der die zu diesem Zeitpunkt ein wenig lahmende Entwicklung elektronischen Zahlens in unserem Bargeld-verliebten Land nun endlich mal in Bewegung setzt, hieß es im Finanz-Szene Newsletter am 6. Nov 2018: „Gottseidank, Apple Pay kommt, jetzt, tatsächlich.“ Nicht nur die Aussicht auf 3 bis 6 Flaschen gewonnenen Schaumweines, auch die Hoffnung auf ein baldiges Ende des deutschen Vakuums im bargeldlosen Zahlen verleitete den Autor vermutlich zu diesen Zeilen. Seitdem hat sich Apple Pay in Deutschland hervorragend entwickelt. Laut einer GfK-Studie aus dem Sommer 2021 nutzen mittlerweile ein Fünftel der Deutschen mobiles Bezahlen, wovon Apple Pay mit 32% Anteil knapp hinter Google Pay (34%) liegt.

 

Insbesondere bei der jungen Generation ist die Beliebtheit von Apple Pay sehr hoch

Gerade bei der jungen Generation liegt der Anteil von Apple Pay aber weitaus höher und spiegelt die Beliebtheit dieser Zahlart bei den jüngeren Leuten wider. Wobei diese Zahlen die nächsten Jahre sicher noch weiter steigen dürften. Das deuten wir als hervorragend für ein bargeld-affines Land wie Deutschland. Aber wird sich Apple hiermit zufriedengeben? Zumal Apple Pay lediglich einen zusätzlichen Layer darstellt und auf der Hinterlegung einer virtuellen (digitalisierten) Debit- oder Kreditkarte im E-Wallet basiert. Im Gegensatz zu Android, was auch von Drittanbietern verwendet werden kann, hat Apple die Schnittstelle nicht geöffnet und daher gibt es für die Fans von iOS nur Apple Pay. Grund hierfür soll laut Apple der Schutz der Kundendaten sein. Wie lang das (zumindest in der EU) noch so weitergeht, ist fraglich. Die Europäische Kommission hat bereits seit Juni 2020 Untersuchungen hierzu laufen. Diese mündeten nun in einer Kartellbeschwerde, zu der sich Apple äußern muss. Das letzte Wort ist hier sicher noch nicht gesprochen und man darf gespannt beobachten, wann zum Beispiel Paypal ihre Tap-to-pay Funktion, die aktuell nur über Android angeboten wird, auch über iOS anbieten kann.

 

Das klassische 4-Parteien Modell von Visa und MasterCard

Auf der Suche nach weiteren Services entlang Apples Wertschöpfungskette dürfte hier allerdings keineswegs Schluss sein. Damit wir keinen Aspekt und keine Partei einer Zahlungstransaktion vergessen, nehmen wir das klassische 4-Parteien Modell von Visa und MasterCard als Grundlage um zu prüfen, wo Apples Payment-Reise noch hingehen kann. Im Modell werden die vier Parteien vorgestellt, die bei einer internationalen Debit- und Kreditkartentransaktion involviert sind und entsprechende Rollen bei der Kartenakzeptanz übernehmen.

Anhand dieser vier Rollen sollen die bestehenden Features aber auch möglichen zukünftigen Weiterentwicklungen im Hinblick auf Apple und Payment ableiten.

 

Der (End-)Kunde…ist König – vor allem bei Apple

Da sprechen wir von uns selbst, beziehungsweise jeder von uns, der z.B. ein Apple Smartphone, aber auch iPad oder die Apple Watch verwendet. In Deutschland sind das im Falle des iPhones knapp 30% (April 2022) der Smartphone-Besitzer. Unter den 18- bis 29-jährigen hat allerdings Apple die Nase vorne. Und was Apple Pay betrifft, kommen zum Beispiel bereits über 2,5 Millionen Sparkassen-Kunden durch fast flächendeckende Akzeptanz am POS (im E-Commerce sind die Zahlen deutlich geringer) fast sorgenfrei ohne Geldbeutel aus (wenn da nicht die Eckkneipe meines Vertrauens wäre). Und da mittlerweile ein Großteil der Privatkundenbanken zumindest Kreditkarten über Apple Pay (die Sparkasse auch die girocard) anbieten, können mittlerweile auch die meisten Kunden bedient werden.

Das Thema Datenschutz hat in Deutschland schon immer eine große Rolle gespielt. Und hier trumpft Apple vermeintlich groß auf. Beim Bezahlvorgang über Apple Pay wird niemals die tatsächliche Kreditkartennummer des Kunden gesendet. Vielmehr wird für jede Kartennummer eine Device Account Number lokal auf dem Chip Secure Element des genutzten Gerätes (iPhone, iPad, Apple Watch) gespeichert. Dieser Chip ist vollständig isoliert und somit auch nicht Teil des Backups. Bei jeder Transaktion wird nur diese Nummer dem Händler übermittelt und lediglich das zugehörige Bankennetzwerk kann die Device Account Number der eigentlichen Kartennummer zuordnen. Hiermit sollen die sensiblen Kreditkartendaten laut Apple bestmöglich geschützt werden. Das schafft Sicherheit und Vertrauen und gerade in Deutschland kann das ein wichtiger Faktor sein, aber ein Erfolgsgarant ist das auch nicht immer. Vielmehr hat Apple mit Apple Pay bei der User Experience, also der sehr einfachen und intuitiven Verwendung am POS und E-/M-Commerce gepunktet. Wie lässt sich der Zahlvorgang aus Kundensicht maximal einfach und intuitiv umsetzen?

2 Klicks. Das war die Anforderung, die Apple den kartenausgebenden Instituten als Bedingung für die Digitalisierung, also die Hinterlegung der Karte in der App stellte. Das zumindest hat Herr Dr. Schmalzl als Vorstandsmitglied des Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV) im Rahmen des EHI Payment Kongress im April 2022 in Bezug auf die Implementierung bei der Sparkassen-Finanzgruppe verraten. Jeder kann sich sicherlich vorstellen, dass der Antritt der Sparkassen ein Vielfaches dieser Klicks vorsah. Nach vielfachem hin und her wurden es bei der Sparkasse am Ende genau 2 Klicks. Nur 2 Klicks und Apple Pay ist einsatzbereit – danke Apple an dieser Stelle für Eure Beharrlichkeit! Aber das ist ja nur ein Aspekt der User Experience. Bei einem iPhone mit Gesichtserkennung muss man nur zweimal auf die Seitentaste drücken und nach der sehr schnellen Authentifizierung durch die Face ID kann man sofort zahlen. Es ist also eine sehr schnelle und effiziente sowie kundenfreundliche Zahlung, die immer mehr Anhänger unter den Apple-Jüngern gewinnt. Und Apple versucht diesen UX immer weiter zu verbessern, was natürlich zu begrüßen ist…

 

Der Issuer – Go Where the Money is…

 Apple macht kein Geheimnis aus Ihrer grundsätzlichen Strategie, ihr Business konsequent dort zu erweitern, wo für den Kunden ein deutlicher Mehrwert in Convenience und User Experience geschaffen werden kann. Das gilt sowohl für Hardware wie auch Services, die angeboten werden. Ganz klar, dass seitens Apple kein Interesse an einer Payment-spezifischen Hardwarelösung besteht. Das würde auch nicht zum Credo der Simplifizierung für den Kunden passen. Vielmehr sind es die transaktionsbasierten Zahlungen, also eine Beteiligung an Autorisierungs- oder Serviceentgelten ist hier der wirtschaftlich interessante Aspekt für Apple. Ähnliches ist im App Store und den dort angebotenen Apps und Services zu sehen, wo ebenfalls mit transaktionsbasierten Zahlungen für Apple gutes Geld verdient wird. Der konsequente und sinnvolle Schritt war der Launch von Apple Pay. Mit Apple Pay ist Apple mittlerweile der drittgrößte Mobile Payment Anbieter nach Alipay und WeChat Pay. Genau wie bei den beiden Konkurrenten aus Fernost handelt es sich bei Apple Pay allerdings auch nur um einen zusätzlichen Layer bzw. E-Wallet, in denen Bezahlkarten verschiedenster Issuer und Schemes integriert werden können.

Selbstverständlich, dass Apple diesen Service nicht kostenlos anbietet. Interessant war hier der Ansatz, diese Gebühren (angeblich entspricht es einem bedeutenden Anteil an den Interchange-Gebühren) von den Issuern zu kassieren, die für die Digitalisierung und Provisionierung der ausgegebenen Debit- und Kreditkarten verantwortlich sind und sich damit den Layer und das Branding Apple Pay entsprechend leisten müssen. Gut für diejenigen, die die gestiegene Convenience durch Apple Pay genießen, also Händler und Kunden. Apropos Convenience. Für diese ist Apple leider immer noch von den Issuern und deren Kartenhinterlegung in Apple Pay abhängig. Hier sind allerdings der User Experience und den zusätzlich angebotenen Funktionalitäten und Services Grenzen gesetzt. Daher ging Apple den nächsten konsequenten Schritt.

 

Wann kommt die Apple Kreditkarte nach Deutschland?

So geschehen in den USA im August 2019 (nein, das ist keine Neuauflage von „X-Factor, das Unfassbare“) mit dem Launch der Apple Card. Wohl um die Eintrittsbarriere zu verringern, kooperiert Apple hier mit Goldman Sachs als Issuer. Auch für Goldman Sachs, die bisher nicht im Privatkundengeschäft unterwegs waren, ein Novum. Nun sind über zweieinhalb Jahre vergangen und außerhalb der USA muss man sich immer noch gedulden. Nimmt man den Rollout von Apple Pay, welcher 4 Jahre nach Launch in den USA auch in Deutschland verfügbar war, müsste man von einem Launch nicht vor Sommer 2023 rechnen. Vermutlich wird Apple hier auch wie bei Apple Pay von der europäischen Regulierungsfreudigkeit ausgebremst. Um diese möglicherweise in den Griff zu bekommen, machte im März dieses Jahres Gerüchte einer $150 Mio-Akquisition der aufstrebenden Open-Banking Schmiede Credit Kudos aus dem Vereinigten Königreich durch Apple die Runde.

Sehen wir hier den nächsten strategischen Schritt Richtung Launch der Apple Card in Europa? Oder will Apple sogar noch einen Schritt weiter gehen und selbst als Issuer oder Acquirer aktiv werden? Bevor wir hierzu kommen, erst noch einen Blick auf einen weiteren Stakeholder einer jeden Kartentransaktion.

 

Der Händler – Multiplikator für Apple…

Im Februar dieses Jahres wurde in Cupertino eine Lösung vorgestellt, die den bisherigen Lösungen den Rang ablaufen soll. Durch „Tap to pay“ sollen Händler bald Kartenzahlungen abwickeln können, ohne zusätzliche Hardware benutzen zu müssen. Lediglich ein iPhone XS oder neuer ist hierfür notwendig. Geschehen soll dies mithilfe der NFC-Technologie, die bei POS-Zahlungen mittels Apple Pay bereits zum Einsatz kommt. Interessant ist hier noch zu erwähnen, dass Käufer nicht zwangsläufig mittels Apple Pay bezahlen müssen. Neben Apple Pay werden auch Kredit- und Debitkarten sowie mobile Wallets für die kontaktlose Zahlung akzeptiert. Was genau „mobile Wallets“ inkludiert, ist noch nicht weiter spezifiziert und wird somit erst die Zeit zeigen.

Um die Abwicklung will sich Apple allerdings zurzeit (noch) nicht selbst kümmern. Hier kommt man nicht um einen Vertrag mit einem unterstützenden Payment Service Provider (PSP) herum. Zur Wahl stehen anfangs zum einen Stripe über die Shopify Point-of-Sale App oder alternativ der Paymentliebling aus Amsterdam Adyen. Vermutlich werden aber noch weitere Anbieter im Laufe des Jahres erwartet.

Wem gräbt Apple damit das Geschäft ab? Allen voran dürften Anbieter ganzheitlicher POS-Lösungen für kleine und Kleinsthändler wie etwa Square und SumUp genannt werden, die hier mit ihren Hardware-Lösungen zu kämpfen haben werden. Womit wir auch schon bei der vermeintlichen Zielgruppe der neuen SoftPOS-Lösung wären. Für kleine Unternehmungen mit einer geringen Anzahl an Terminals sowie überschaubaren Transaktions- und Umsatzzahlen, sowie saisonale und somit stark schwankende Nutzungszahlen von kartenzahlungsverarbeitender Hardware dürfte es sehr interessant sein, das iPhone, dass man (im Idealfall) eh schon besitzt, auch für diesen Einsatzzweck zu verwenden. Eine zu erwartende und vergleichsweise hohe Transaktionsgebühr dürfte hier in vielen Fällen in Kauf genommen werden. Die hohe Fluktuation in den entsprechenden Branchen (allen voran die Gastronomie) dürfte Apple bei der anfänglichen Limitierung auf ausgewählte Payment Service Provider und die typische Wechselunwilligkeit der Nutzer in die Karten spielen.

 

Nun fehlt noch der Acquirer – so schließt sich der Kreis…

Nun, es gibt verschiedene Gerüchte und Gründe, warum Apple es mit Apple Pay, Apple Cash (Apples P2P Payment Service in den USA), der Apple Card und „Tap to pay“ noch nicht gut sein lassen will. Wenn wir uns noch einmal das 4-Parteien Modell ansehen, sehen wir, dass 3 von 4 Teilnehmern (zumindest aktuell in den USA) bereits durch Apple Lösungen bedient werden. Der Kunde durch Apple Pay, sein Issuer bzw. Scheme durch die Apple Card, der Händler und sein Frontend durch Tap to Pay. Fehlt bekanntermaßen nur noch der Acquirer, also die Händlerbank, wo Apple aktuell (noch) keinen Fuß in der Tür hat. Oder vielleicht doch?

Bloomberg berichtet Apple arbeitet gemeinsam mit dem Partner Goldman Sachs an einem hauseigenen „Buy Now Pay Later“ Feature mit dem Arbeitstitel „Apple Pay Later“ und fordert hiermit direkt Wettbewerber wie Paypal, Klarna oder Affirm zum Duell. Das würde auch zu weiteren Berichten passen, nach denen Apple ebenfalls ein Subscription-Modell für die hauseigene Hardware-Palette anbieten will. In den USA erfreuen sich Cashback-Modelle großer Beliebtheit. Naheliegend daher, dass dies als eines der Kernfeatures der Apple Card beworben wird.

 

Apple Pay vs. VISA & Co?

Man hört über viele Services, die Apple rund um den Kauf von Soft- und Hardware anbietet und hier neue Kaufanreize für die Kunden schaffen will, aber ist es denn nun realistisch, dass Apple die Payment-Branche dermaßen aufrüttelt und sich auf Augenhöhe mit Größen der Branche á la Visa, Mastercard, Stripe, Square, etc. begibt? Dass Apple hierfür langfristig auf Partner wie Goldman Sachs setzt und sich somit abhängig und angreifbar macht ist zumindest eher unwahrscheinlich. Es wäre nur konsequent, wenn Apple sich früher oder (Berichten zufolge haben sie wohl Mühe, sich durch den regulatorischen Dschungel zu kämpfen daher eher) später selbst darum kümmert und somit weiter vertikal die Wertschöpfungskette entlang expandiert und akquiriert.

Für Apple geht es immer darum, ihre Hard- und Software Hand in Hand arbeiten zu lassen. So kann der komplette Check Out am Point-of-Sale abgedeckt werden. Warum nicht ein eigenes ganzheitliches Kassensystem im Stile von Orderbird oder Lightspeed anbieten? Wenn nun auch noch eine eigene Apple Bank für Privat- wie Geschäftskunden gegründet wird, kann der Kreis geschlossen werden und eine ganzheitliche Zahlungsabwicklung angeboten werden.

Ein Riesenproblem, dessen Apple sich hier sicher auch bereits bewusst ist, ist allerdings die Akzeptanz bei den Händlern. Und die Komplexität, eine kritische Masse an Händlern von der Nutzung zu überzeugen, dürfte der Hauptgrund für die Marktmacht von Visa und MasterCard und die fabelhaften Margen sein, die die Duopolisten für ihre Services verlangen können. Hier könnte sich Apple die Mühe machen und Händler direkt ansprechen. Wahrscheinlicher ist aber der Apple-typische Ansatz, zumindest anfänglich auf starke regionale und internationale Partner zu setzen.

 

Mehr Theorie als Realität?

Ein großer Vorteil den Apple besitzt, ist die treue Gefolgschaft. Wer einmal das Apple-Universum betreten hat, verlässt es nur selten wieder. Und genau wegen dieser Loyalität der Apple-Kunden lässt sich mit Sicherheit durch gutes Marketing wie Bundles oder auch einfach einer schick aussehenden Karte (sei es virtuell oder physisch) diese auch gut unters Volk bringen lassen.

Ein weiterer Vorteil ist die Doppelnutzung des iPhones oder iPads auf Seite des Kunden sowie des Händlers. Das heißt konkret für den Händler, dass er sich ein weiteres Device mit monatlichen Gebühren und zusätzlichen Verträgen sparen kann. Das ist allerdings auch nur so lange interessant, bis Apple eine dermaßen marktbeherrschende Position einnimmt und die Preisschraube auch auf Händlerseite anzieht.

Den vermutlich größten Vorteil sehen wir allerdings in der Convenience, der kompromisslosen User Experience, dem allumfassenden Ökosystem für beide Seiten eines Transaktionsgeschäftes und dem enormen Netzwerkeffekt im Markt. Es ist einfach bequem, sowohl als Händler wie auch Kunde ein Gerät für alles zu nutzen. Und das Smartphone ist nun immer dabei.

 

Wo geht Apples Reise am Ende hin?

Bei allen Vorteilen darf man eines nicht vergessen. Die Payment-Industrie ist ein sehr regionales Business. Es muss ein enormer Aufwand pro Markt oder Region betrieben werden, sei es für den eigenen Aufbau oder durch Akquisitionen, um den regulatorischen und lizenzrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Im Vergleich zu Apple Pay fällt dieser für einen vollumfänglichen Bankenbetrieb noch um ein Vielfaches größer aus. Es stellt sich die berechtigte Frage, wieviel Durchhaltevermögen Apple hier die nächsten Jahre beweist und wie weit sie sich vom eigentlichen Kerngeschäft entfernen wollen.

Apple macht es uns schwer, herauszufinden, wo die Reise im Payment hingehen wird. Wir wagen es, Apple zu unterstellen, dass sie hier und da vielleicht selbst noch nicht zu 100% abschätzen können, wo am Ende die für den Kunden attraktivsten Produkterweiterungen liegen. Was Gewiss ist, dass Payment noch nie so einen hohen Stellenwert bei Apple eingenommen hat und Apple auf jeden Fall in der Lage ist, die Payment-Landschaft maßgeblich zu verändern. Was das für die Branche und uns als Kunden bedeutet, werden wir sehen. Wir bleiben dran!